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Von Spaniern, Baustellen und 'virtuellen' Figuren... (30.06.2008)

Jaja, nun ist sie wieder vorbei, die Europa-Meisterschafts-Euphorie. Die Deutschen haben es nicht gepackt, dafür spielten sie einfach nicht gut genug. Die Spanier haben es verdient und gegönnt habe ich ihnen den Sieg sowieso.
Aber wir sollten uns nicht beschweren, denn erstens waren wir schon des Öfteren die Sieger, zweitens hatten wir uns dies halt nicht hart genug erkämpft und drittens sind wir ja immerhin Zweiter geworden. (Und das wir sie gewinnen lassen haben, schadet unserer deutsch-spanischen Freundschaft sicherlich nicht... *grien*)

Aber es war nicht der gleiche Fan-Enthusiasmus wie zur WM zu spüren, was unter Anderem natürlich daran liegen kann, dass sie nicht „bei uns“ stattfand und dass die EM auch eine Nummer kleiner ist...
Oder es liegt an München – ich weiß es nicht.

Aber dafür empfinde ich so langsam tatsächlich ein Gefühl des „hier lebens“, anstatt des ursprünglichen Gefühls, hier scheinbar nur einen Urlaub zu verleben.
Dazu trägt sicherlich die tägliche Routine und die Arbeit bei, aber auch, dass man langsam Freundschaften und Bekanntschaften knüpft und aufbaut.
Leider ist die Zeit dank meiner stetigen Spätschichten und Wochenenddiensten äußerst mager. Aber dass kennt man ja aus Berlin. Erst Ende Juli habe ich wieder ein Wochenende frei und das obwohl das letzte freie Wochenende schon wieder drei Wochen zurück liegt. Aber dafür lockt der Sonntagszuschlag... *hihi*

An meinem freien Wochenende im Juli werde ich mich dann mithilfe der Deutschen Bahn gen Frankfurt/Main bewegen, um mich dort mit Sandra zu treffen. Endlich sehen wir uns kurz wieder. Nachdem wir uns einige Stunden zurück-erschnuppert haben, geht es weiter nach Schöneck, wo Andrea Ihren Geburtstag feiert. Andrea ist eine gute Freundin geworden und dies geschah über das Spiel ‚World of Warcraft’.
Dieses Treffen ist quasi ein hochrangiges Gildentreffen, aber im wirklichen Leben. Ich freue mich bereits darauf viele Gesichter zu den Stimmen zu sehen und die Menschen hinter den Charakteren kennen zu lernen.
Sonst sieht man ja nur die virtuellen Charaktere, schreibt im Gildenchat oder spricht über einen TeamSpeak-Server miteinander. Spannende Geschichte...
Solltet Ihr diesbezüglich Interesse haben, schaut mal auf unserer Gildenhomepage vorbei: www.UltimativeAllianz.Lx4.de

Nunja, meine Arbeit im Hotel macht mir Spaß. Der Kollegenkreis ist äußerst nett, einen Idioten gibt es freilich immer, aber mit diesem habe ich Gott sei Dank nicht all zu viel zu tun.
Die Arbeit ist anspruchsvoll, ich lerne fast täglich etwas Neues. Da wir beinahe ausschließlich englischsprachige Gäste haben, wird mein Englisch endlich auch mal wieder entrostet.
Leider wird wohl ab August direkt gegenüber dem Hotel das komplette Areal abgerissen und neu gebaut, ich freue mich schon jetzt auf die Gästebeschwerden in den nächsten zwei Jahren...

Tja, eine viel größere Baustelle Münchens nennt sich unsere Wohnung. Auch wenn es natürlich auch dort Fortschritte gibt – die Couch ist da, der Fernseher ist eingetroffen, der Balkon begrünt und das Gästezimmer nimmt langsam Gestalt an. Aber genauso gibt es auch noch rückständige Bereiche dort – so haben wir den Kleiderschrank noch nicht im richtigen Zustand, die Küche hat zwar schon Hängeschränke, aber die hängen noch nicht und der Flur ist quasi immer noch nicht existent. Außerdem bäumt sich das Laminat im Flur immer noch auf, die Badwände sind immer noch nicht neu gestrichen, der neue Couchtisch fehlt noch und die Schmutzwäsche türmt sich ins Unermessliche... *schmunzel*
Aber nichtsdestotrotz machte unser „Zuhause“ (ja, so langsam empfinde ich das als solches) viele Sprünge Richtung ‚aushaltbar’ und es dauert nicht mehr lange bis zu ‚angenehm’... Der Zustand 'Heimat' mag aber sicher noch etwas auf sich warten lassen.
Folglich möchte ich gern noch mal darauf hinweisen, dass meine Familie und Freunde gern nach München eingeladen sind.
Auch wenn ich fairerweise gleich erwähnen will, dass ich dieses Jahr meinen dreißigsten Geburtstag feiere und definitiv nicht in Berlin feiere... Ob ich überhaupt in Deutschland weile, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, aber sollte ich in München feiern, seit ihr auch gern eingeladen. Schlafmöglichkeiten dürften nicht das Problem sein... *verschmitztgrien*

So, das soll es erst mal gewesen sein. An meinem morgigen freien Tage werde ich mich erst einmal um meine Lieben kümmern und die langersehnten E-Mailantworten liefern. Außerdem versuche ich den Hängeschränken zu Ihrer Bestimmung zu verhelfen, meinen Katzen ein guter Katzenpapa zu sein, meinen ‚grünen Daumen’ an den Balkonkästen auszuprobieren und der unsäglichen Schmutzwäscheinvasion Herr zu werden.

In diesem Sinne.
Liebe Grüße aus dem sonnigen Bayern,
Dirk
30.6.08 20:51


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Muhackl, Zipfeklatscher, Kruzinesen und 'Jo mei'... (21.04.2008)

Servus...

Das Alex einen Job gefunden hat, der besser bezahlt ist, außerhalb des Familienkreises und dafür innerhalb der freien Wirtschaft angesiedelt ist, seinem akademischen Grad entspricht und ihm bedeutend mehr Spaß macht, das wissen eigentlich fast alle. Das dieser Job in München ist auch...

Nunja, seit letztem Jahr arbeitet er nun in München, wohnte so lange bei Klaus auf der Couch, was auch eher schlecht als recht war.
Seit dem 15.02.2008 sind wir nun offiziell Mieter unserer eigenen kleinen Wohnung in München-Obersendling.
Vor zwei Monaten sind wir dann auch von Berlin nach München umgezogen. Also wir beide und der Großteil unserer Möbel, aber nicht alles, da die Wohnung in Berlin ja weiter gehalten und gelegentlich von uns bewohnt werden soll...

Nachdem der eigentliche zweitägige Umzug, welcher durch eine Spedition durchgeführt wurde, endlich geschafft war, ging es ans Einrichten. Dafür hatten wir gar nicht soviel Zeit, denn nur vier Tage später wollten wir nach Berlin zurückfahren, um die Kater zu holen.
Möbel wurden gestellt, das Bett aufgebaut, Computer montiert und die Grundkonstruktion der Küche besorgt - alles damit die Kater wenigstens nicht den kompletten Umzugsstress miterleben müssen und bereits vertraute Möbel vorfinden.

Wir fuhren also wenige Tage später mit dem Auto nach Berlin zurück. Unsere liebe "Ex-Nachbarin" Chrissy hatte sich erbarmt, in der Zwischenzeit für die Katerle da zu sein, so wie sie dies auch früher schon oft getan hatte. Hierfür noch einmal ein liebes DANKESCHÖN...

Nunja, ich freute mich nicht auf die Rückfahrt mit den Katzen, denn davor hatte ich ehrlich gesagt etwas Bammel.
Die Kater sind beide nie wirklich Auto gefahren oder längere Zeit außerhalb der Wohnungen gewesen (Tierarztbesuche waren sehr selten und kurz). Ich hatte keine Ahnung und keinen Anhaltspunkt, wie sie auf die Autofahrt reagieren würden.
Ich hatte positive, aber auch wahre Horrorgeschichten über Katzenumzüge im Internet gelesen, welche mich nicht unbedingt beruhigten.

Aufgrund der möglichen gravierenden Nebenwirkungen entschied ich mich gegen eine Ruhiglegung oder gar Betäubung der Kater. Schließlich sind beide relativ gesund und bis auf eine Nierensteingeschichte (Nierenprobleme sind die häufigsten gesundheitlichen Probleme bei Katzen), gab es bislang nichts Besonderes... Das sollte auch so bleiben.
Nunja, schließlich wurden am Sonntagnachmittag beide Kater in je ein Körbchen verfrachtet und dann ab ins Auto.
Anfangs dachte ich 'Wow, wie ruhig.', aber da waren wir noch nicht auf der Autobahn...
Es dauerte also quasi nur eine Viertelstunde, bis Johnny sich zu melden begann. Anfangs ein Miauen, welches stetig anhaltender und energischer wurde. Nach einer Weile setzte auch Sammy in dieses Konzert mit ein und da half dann auch kein streicheln, kraulen oder gut zureden mehr.
Nach wenigen Stunden Autofahrt tat ich etwas, was ich eigentlich nicht befürworte und selbst nie tun wollte – ich ließ Johnny aus dem Käfig. Schlagartig war er ruhig und erkundete vorsichtig und neugierig das Auto. Nachdem er scheinbar jeden Winkel erforscht hatte, legte er sich mit in den engen Käfig von Sammy und dort blieben Sie den Großteil der restlichen Reise.


Ich muss im Nachhinein gestehen, dass der Umzug mit den Katzen doch nicht so schlimm war, wie ich es zuvor befürchtet habe aber auch nicht so einfach, wie erhofft… ^^
Mittlerweile haben sich die beiden Kater gut in die Wohnung eingelebt und stellen wieder, so frech wie wir sie kennen, alles auf den Kopf.

Nunja, die Wohnung ist auch langsam eingerichtet. Die Küche steht soweit, auch wenn noch Oberschränke und Regale fehlen, so ist doch wenigstens ein Spülbecken und vor allem das Cerankochfeld endlich eingebaut. Die Elektrogeräte verbrauchen den kompletten Platz auf der linken Küchenseite, aber angeschlossen sind sie und auch bereits in Betrieb.



Auch das Wohnzimmer ist bewohnbar. Die neue Couch (nennt man sowas heute nicht "Wohnlandschaft"...!? ) ist bereits gekauft und dürfte nach drei Monaten Lieferzeit, also dann irgendwann im Juni, da sein...
Okay, der Fernseher fehlt noch, aber da wir mit Beamer und Leinwand eine nicht besonders kleine Alternative haben, stört das nicht besonders.

Im Schlafzimmer steht ja auch in den meisten anderen Haushalten nicht viel erwähnenswertes: Bett und Schrank.
Gut, den Schwebetürenschrank haben wir für einen Schnäppchenpreis bei einem neu eröffneten Möbelhaus erworben und wir freuen uns darüber, denn der sieht wirklich schick aus. Aber wie gesagt, nix Spektakuläres.

Das Bad hingegen ist mittlerweile richtig ansehnlich geworden. Der häßliche gefließte Schwarz-Weiß-Boden ist nun unter einer Schicht gerolltem PVC verschwunden, welches in Laminatoptik schön mit dem Rest des Wohnungsbodens konkurriert...
Okay, die orangefarbenen 60er-Jahre-Fliesen mit Cellulite-Profil sind noch die gleichen, werden aber in den folgenden Monaten gestrichen und erhalten dann eine neue und deutlich angenehmere Farbe.
Allerdings wird die Schärfe dieses Halloween-Farbtons etwas gemildert, da wir nun wunderschöne honigfarbene Massivholzmöbel gefunden haben, welche prima integriert werden konnten...
DAVOR:

JETZT:


Unser Gästezimmer ist natürlich noch eine Abstellkammer für alles, was noch nicht in die Wohnung integriert oder dort verräumt werden konnte. Und der Flur steht eigentlich auch noch leer, aber die Flurmöbel haben bei uns keinerlei Priorität...

Entschädigt werden wir mit einem Balkon, der sich den Blick mit unserer Couch auf das 104-jährige Wahrzeichen Obersendlings teilt. Es ist eine alte Grundschule, aber seht selbst:

Nachmittags- und Abendsonne, kombiniert mit diesem herrlichen Blick durch unser großes Fenster, machen das Sitzen auf unserer Couch zu einem angenehmen, warmen und optischen Genuss...

Nun haben wir auch schon Radtouren unternommen, um die Innenstadt entlang der Isar, Schwabing und auch das südliche Isartal zu erkunden. Traumhafte Radwege findet man übrigens entlang des Münchner Flusses, welche allerdings auch zu langen Spaziergängen einladen. Und genau dies haben wir erst gestern bei gefühlten 22°C erledigt und dabei gemerkt, warum die Isarauen und das Isartal bei den Münchner so beliebt sind. Im Hochsommer ist die Isar quasi der Kühlschrank Münchens.



Die fußläufigen Isarauen und die Aussichtshöhe Sendlings sind herrliche Erholungsgebiete, von welchen man auch herrliche Blicke (auch auf die Alpen) genießen kann:



So, nun genug Schwärmereien, nun noch zum Thema was viele sicher auch noch brennend interessiert:

Ja, ich habe einen neuen Job.
Ab dem 01.Mai fange ich als Empfangsmitarbeiter in einem renommierten 3-Sterne-Hotel (weltweite Hotelkette) in der Altstadt Münchens an.
Dieser Job ist besser bezahlt als mein Abteilungsleiterposten in Berlin und das mir in dem Bundesland mit den vermutlich meisten Feiertagen auch ein Sonn- und Feiertagszuschlag gezahlt wird, stört mich nun weniger...
Ich wurde sogar schon gefragt, ob es mich nicht stören würde, dass ich nun nicht mehr Empfangschef sein würde, aber dies kann ich ohne Hemmungen und Probleme verneinen. Denn erstens kenne ich diese Stadt noch nicht wirklich, was einen enormen Kennenlernprozess starten wird.
Zweitens genieße ich es, mich erst einmal in einem Betrieb zurecht zu finden und fürs erste die Verantwortung abzugeben. Und Drittens kann man auch gut aus dem Hintergrund lenken...

In diesem Sinne möchte ich diesen Blog aufs erste beenden und sende ein herzliches 'Servus' an alle meine Lieben...

Dirk
21.3.08 13:47


Servus... (03.02.2008)

Der engere Kreis weiß es natürlich schon. Wir ziehen nach München...

Ja, es klingt verrückt, aber eigentlich ist es das gar nicht.
Nach über zweieinhalb Jahren Jobsuche auf dem schlechten Pharma-Arbeitsmarkt hat Alexander endlich eine Stelle gefunden - in München.
Tja, nun arbeitet er dort schon seit Ende letzten Jahres, unseren Mietvertrag haben wir auch schon unterschrieben und der eigentlich Umzug wird Ende Februar stattfinden.
Mein Job ist schon gekündigt, das hervorragende Arbeitszeugnis abgeholt, die Umzugsfirma quasi schon engagiert und Meinereiner sitzt auf heißen Kohlen, weil ich am Liebsten schon loslegen will.

Freie Termine sind momentan leider auch Mangelware, da hier etwas geplant werden muss, dort eine Verabschiedung stattfindet, an jenem Tag ein Pflichttermin wartet und überhaupt wieder einmal Leute "gesichtet" werden müssen, bevor man von dannen zieht. Ein freier Tag? Vonwegen.

Klar, München wird nicht dauerhaft sein, ein paar Järchen vielleicht. Und dazwischen werden der Heimat regelmäßige Kurzbesuche abgestattet. Aber irgendwie ist das doch ein heftiger Schnitt im Leben.
Natürlich ist dies auch eine gigantische Bewährungsprobe an unsere fast vierjährige Beziehung, aber auch das werden wir gemeinsam überstehen.

Ich werde versuchen, Euch alle über mein Leben in der bayerischen Hauptstadt auf dem Laufenden zu halten.

Bis dann,
Servus
3.2.08 19:40


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