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Urlaubs-Weblog Teil 1

2.Urlaubstag:
Singapur Tag 1 (11.September 2007)

Eigentlich ist es schwer zu glauben, dass es im hochtechnisierten Asien gar nicht so leicht ist, ein Internetcafe zu finden, um endlich den Urlaubs-Blog zu starten.

Aber fangen wir doch lieber an unserem ersten Urlaubstag, naemlich vorgestern an.

Montag: Gegen 10.00 Uhr stiegen wir in Berlin-Tegel am Gate 13 in unsere Swiss-Maschine nach Zuerich ein. Spassigerweise machte Alex noch seine Scherze, dass wir ausgerechnet am Gate 13 starten wuerden... Nunja, ob solche Scherze angebracht sind, wo mich Alex doch letztens noch gefragt hat, ob es so gut war, dass ich mir kurz vor unserem Urlaub noch den Film "Flug 93 - Es geschah am 11.September" ansah. Nunja, aber ich habe ja keine Flugangst. *hehe*

In Zuerich sollten wir dann unseren langen Flug mit Singapore Airlines beginnen. Wir hatten uns bewusst fuer diese Airline entschieden, da diese Fluggesellschaft nicht nur einen guten Ruf, sondern auch ein klein wenig mehr Beinfreiheit besitzt. Aber unsere Erwartungen wurden mehrfach uebertroffen.
Erfreulicherweise bekamen wir eine Dreierreihe fuer uns, die Beinfreiheit war nach wenigen Stunden spuerbar besser, jeder Sitz hatte einen eigenen Bildschirm mit hunderten Filmen, die in fast jeder Sprache zu jeder Uhrzeit abrufbar sind, ausserdem auch Dutzende von Spielen, Dokumentationen und anderen Zeitvertreiben. Der Service, das Essen, die Getraenke, die Snacks, alles war hervorragend. Kurzum, Singapore Airline ist nun meine Lieblingsfluggesellschaft :-)...

Nach elf Stunden Flug, diversen Filmen und 6 Stunden Zeitverschiebung teilte uns eine nette Stewardess mit, dass wir wohlbehalten am 11.September 2007 um 7.00 Uhr Ortszeit landen werden. In diesem Moment wurde mir das Datum unserer Landung erst bewusst. Ich weiss es ist Quatsch, irrational und verstoesst voellig gegen meine Logik, aber es war merkwuerdig, an einem 11.September in einer Boeing 777 im Landeanflug auf eine Weltmetropole zu sein... Naja, die Gesellschaftsparanoia.

Nach einer sanften Landung auf singapurischem Boden, einer Fahrt mit der fuehrerlosen U-Bahn, einem Spaziergang durch die Innenstadt, kamen wir zu unserem Hotel. Absurderweise bekamen wir nun auch das Zimmer 911. Soll mir das irgendetwas sagen? ^^

Der Flug in die Zukunft (Singapur liegt 6 Stunden vor Mitteleuropa) hat uns ziemlich mitgenommen. So sind wir laut europaeischer Zeit um 1.00 Uhr nachts gelandet, eine Zeit zu welcher man gewoehnlich das Bett aufsucht. So war dies aber hier nun schon 7.00 Uhr morgens... Wir haben uns aber wenigstens noch 3 Stuendchen hingelegt, bevor wir die Innenstadt erkundeten.

Singapur ist mit seinen 4,4 Millionen Einwohner auf seinem Gebiet ziemlich eingeschraenkt und die Flaeche wird immer knapper. Da ist es nicht verwunderlich, dass hier alles in die Hoehe waechst - das Stadtbild ist von Wolkenkratzern gepraegt. Der Verkehr ist enorm und ausserdem herrscht verwirrender Linksverkehr, ein Ueberbleibsel aus der britischen Kolonialzeit... Aber Singapur ist wahnsinnig sauber und ordentlich, nirgends Muell oder Graffiti, es ist fast unglaublich.

Wir speisten nachmittags noch in einem leckeren Thai-Restaurant, flanierten durch Chinatown (es mutet merkwuerdig an, in Asien durch ein Chinatown zu gehen) und bewunderten, dass hier hinduistische Tempel, muslimische Moscheen (die Hauptreligion hier), katholische Kirchen und chinesische Pagoden friedlich nebeneinander stehen koennen.

Gegen 20.00 Uhr hat uns dann allerdings die Muedigkeit uebermannt. Wir schliefen selig ein und sollten erst dreizehn Stunden spaeter wieder aufstehen... *grien*
Hoffentlich hat sich unser Koerper nun weitestgehend auf diese Zeitrechnung eingestellt.

Somit gruessen wir unsere Heimat Deutschland mit unseren ersten Eindruecken aus Singapur.
12.9.07 06:01


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Urlaubs-Weblog Teil 2

Singapur Tag 2+3 (12.+13.September 2007)

Nachdem wir die erste Nacht (nach viel zu vielen Stunden Schlaf) gut ueberstanden haben, staerkten wir uns am Fruehstuecksbuffet des Hotels.
Und da viel es mir wieder auf, dass hier groesstenteils Muslime und Hinduisten leben. Es gibt kein Schwein und kein Rind...
Es gibt Puten-Fruehstuecks-Speck, der sehr merkwuerdig aussieht und noch merkwuerdiger schmeckt, die Wuerstchen sind aus Huehnchen und schmecken wie Weisswuerstl und Kaese und Wurst gibt es nicht.
Aber dies ist keine Beschwerde, denn das Buffet war gut. Jede Menge frisches Obst, auf Wunsch frische Eierspeisen und sehr viele asiatische Gerichte.

Frisch gestaerkt machten wir uns dann auf den Weg, nach dem Besuch im hiesigen Internet-Cafe, in das Stadtviertel Little-India.
Allerdings waren wir schon ziemlich enttaeuscht, denn dort ist es sehr dreckig und es stinkt, es passt also nicht zum restlichen Stadtbild Singapurs, welches penibel sauber gehalten wird. Und zu sehen bekommt der verwoehnte deutsche Tourist dort auch nichts weiter, ausser viele viele Inder natuerlich... :-)

Anschliessend liessen wir uns von der U-Bahn bis zum Hafen befoerdern, um dort die Cable-Car zu besteigen. Diese Seilbahn starten vom oberen Teil eines Hochhauses und fuehrt hinueber zur vorgelagerten Vergnuegungs- und Erholungsinsel Sentosa.
Dort genossen wir einen Spaziergang, fuhren mit einer Kombination aus Sommer-Rodelbahn und Go-Kart und liefen am Strand entlang, mit Panorama auf Oeltanker und Containerschiffe des groessten Hafens in Sued-Ost-Asien. Aber der ansaessige Singapurianer/Singapurist/Singapuriter (?) freut sich ueber das kuehle Strandnass am Wochenende und nimmt diese Aussicht dann gern in Kauf.
Die Insel ist aber sehr schoen angelegt und herrlich gruen, auch wenn man dies selbst in der Innenstadt nicht vermissen muss.

Anschliessend fuhren wir mit der Gondelbahn noch kurz zum Mount Faber, labten uns am Ausblick auf die Skyline von Singapur und machten uns dann abends auf, DIE Einkaufsstrasse dieses Landes mit unserem Besuch zu beehren.
Die Orchard Road ist eine wirklich Prachtmeile, also kein Ku'damm, sondern chic... Nachdem wir diese von oben bis unten abgelaufen sind, waren nicht nur unsere Fuesse muede.

Nachdem wir uns auf unserem Hotelbett etwas ausruhten und kurz CNN einschalteten, sahen wir sofort die 'Breaking News' ueber ein Erdbeben vor Sumatra, welches angeblich auch in Singapur spuerbar gewesen sein soll.
Nachdem wir rekapituliert haben, wo wir uns zum fraglichen Zeitpunkt aufhielten, war klar, dass wir davon nichts gemerkt haben koennen, da dieses Beben nur in den hoeheren Gebaeuden zu spueren war, da diese bei einem Beben ja schwankten. Alex schlief schnell ein, ich verfolgte aber noch etwas die Nachrichten auf drei verschiedenen Sendern... Dann fielen auch mir die Aeuglein zu.

Donnerstag, 13.September 2007:
Um kurz vor Acht morgens wurde ich wach. Das kam mir komisch vor, habe ich doch erst sechs Stunden geschlafen... Aber irgendwie schien ich in diesem Moment hellwach und hatte dennoch zeitgleich das Gefuehl, wie ein Baby in den Schlaf gewiegt zu werden.
Wenige Augenblicke spaeter (als mein Hirn auch wach wurde), realisierte ich, dass dieses "In-den-Schlaf-wiegen" tatsaechlich stattfand! Ein Nachbeben und gar nicht kurz!
Ich setzte mich auf, mir war schummrig. Ich sah aus dem Fenster, konnte aber nicht ausmachen, ob sich die Wolkenkratzer gegenueber bewegten oder nicht.
Als ich mich zu Alex umsah, bemerkte ich, dass die offenstehende Badtuer staendig wackelte (das einzige bewegliche Objekt im Zimmer, ausser den darin lebenden Gaesten). Sie ging behende auf und zu. Ich wies Alex darauf hin, da bemerkte er es auch...

Nachtraeglich haben die Nachrichten mitgeteilt, dass dies ein heftiges Nachbeben der Staerke 7,5 war, welches naeher war, als das vom Vorabend.

Nunja, nun habe ich also auch ein Erdbebchen erlebt. Aus dieser Entfernung reicht mir das aber auch...
Singapur hat es aber nicht wirklich etwas ausgemacht, es ist zwar das Tagesthema, aber morgen wird dies hier wieder vergessen sein.

Nach unserem Fruehstueck liefen wir Richtung Fullerton Hotel, da dort an der Muendung des Singapore River die grosse Statue des Merlion steht. Merlion, ein Wesen aus Loewe und Fisch, ist das Wahrzeichen dieser Stadt.

Nun sitzen wir wieder im I-Net-Cafe und werden nachher wieder in den Flieger steigen, um unsere Reise fortzusetzen.
Bis dahin, liebe Gruesse aus Singapur...
13.9.07 06:21


Urlaubs-Weblog Teil 3

Bali: Tag 1 (14.September 2007)

Nachdem wir gestern am Flughafen Singapur in den Flieger nach Bali gestiegen sind, kam mir die Flugzeit von etwa zwei Stunden, trotz schreiender Kleinkinder in unmittelbarer Sitznaehe, extrem kurz vor, da die Zeit zwischen dem Start und der Landung genau noch fuer den neuen Animationsfilm "Surf's Up" gereicht hat. Wirklich niedlich...

Aber am Flughafen Bali begann die Ernuechterung.
Ich war nie zuvor in einem Dritte-Welt-Land (die Vereinigten Staaten mal ausgenommen *grien*), aber ehrlich gesagt haette ich nie mit solch einem Kulturschock meinerseits gerechnet.
Aber zu meinen Ansichten komme ich erst spaeter, da sich diese im Laufe unseres Aufenthaltes hier vermutlich aendern werden...

Nun gut, man wurde mit MG/Uzi begruesst, schlug sich durch die "freiwilligen" Helfer fuer Koffertransport und Taxibeschaffung dankend, aber abweisend hindurch und landete vorm Terminal.
Puhh... Singapore war ja schon warm, aber diese Luft hier... *schwitz*

Nun gut, wir besorgten uns ein legales (!) Taxi und liessen uns zum streng bewachten Hotel Mercure Sanur Resort fahren, wo unser Taxi vorab auf Bomben ueberprueft wurde. Ordnung und Sicherheit muss sein!

Die Anlage ist sehr schoen angelegt. Landestypisch ist die Lobby, ein freistehendes Bambusdach und es hat keine Waende, das Gelaende ist ein huebsch angelegter Garten mit kleinen Gaestehausern, in denen jeweils vier Zimmer untergebracht sind.

Unseres liegt ruhig, dennoch am Pool, dicht am Strand und vom Balkon koennen wir auf den kleinen hoteleigenen Tempel schauen. Okay, die Betten sind getrennt und das Nachtschraenkchen mag man aufgrund fragwuerdiger Verkabelungen nicht verschieben, aber fuer vier Naechte wird es gehen... ;-)

Da wir erst gegen 21.00 Uhr hier ankamen, unternahmen wir nur noch einen kleinen Spaziergang auf dem Hotelgelaende, gingen dann aber doch sehr zeitig zu Bett...

Heute morgen mussten wir uns beeilen, damit wir noch rechtzeitig innerhalb der Fruehstueckszeiten zum Restaurant kamen. Das Fruehstueck ist aeusserst reichhaltig, es gibt auch echten Speck ;->, wie immer viel Obst und der Service ist extrem freundlich. Nach dieser Staerkung erkundeten wir den Strand und das Gelaende nochmals bei Tageslicht, sprangen in den Pool und genossen die ersten erholsamen Stunden unseres Urlaubes.

Nach erneuter Einschmiererei mit Sonnen- und Mueckenschutzmittelchen machten wir uns auf den Weg in die "Innenstadt" von Sanur. Man wird zwar von jedem Einheimischen angesprochen, man moege doch bitte sein Taxi nehmen, sein Restaurant besuchen oder seinen Shop betrachten, aber dennoch sind diese hier nicht so aufdringlich, wie man es von vielen Reiseberichten aus anderen Ecken dieser Welt so hoert und liest. Ein "Nein" wird akzeptiert, eine folgt zwar noch eine weitere Nachfrage und dann ist aber auch schon gut. Sehr angenehm... So liegt dies aber nicht nur an der Mentalitaet der Einheimischen, sondern auch am Hinduismus, welcher Bettelei verpoehnt...

Wir nahmen, entgegen unserer (bzw. meiner) urspruenglichen Vorstellung, unser heutiges Abendmahl bei 'Kentucky Fried Chicken' ein und goennten uns ein Dessert von Dunkin' Donuts... Man kann nicht behaupten, wir wuerden die internationale Kueche verschmaehen... *schmunzel*

Wieder im Hotel angelangt, genehmigten wir uns den Begruessungsdrink in Form eines balinesischen Bieres, von welchem wir uns gleich, nach unserem jetzigen Besuch im Business-Center, noch ein zweites oder drittes goennen werden.

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Ansonsten bis morgen!?
14.9.07 15:58


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